Erlebnis Görlitz

Winterzeit in Görlitz

Görlitzer Winterzauber

Wenn der Schlesische Christkindelmarkt in Görlitz seine Pforten wieder geschlossen hat, dann liegt die gemütliche Weihnachtszeit fast schon hinter uns.

Wer Görlitz jetzt im neuen Jahr erleben möchte, bekommt auch zur Winterzeit einige Glanzlichter in der Neißestadt geboten: Noch bis 8. Januar lädt die Eislaufbahn zum Schlittschuhlaufen ein. Winterspaziergänge durch die historische Altstadt und entlang der Neiße entfalten ihren Zauber, sakrale Schätze wie das Heilige Grab und die Peterskirche wollen entdeckt sein. Und nicht zuletzt mit den Internationalen Messiaen-Tagen und den spannenden Sonderausstellungen der Görlitzer Museen nimmt auch das neue Kulturjahr wieder Fahrt auf.

 

Internationale MESSIAEN-Tage Görlitz-Zgorzelec

Den kulturellen Höhepunkt im Januar bilden die Internationalen MESSIAEN-Tage Görlitz-Zgorzelec vom 13. bis 15. Januar 2017. Der Verein Meetingpoint Music Messiaen erinnert damit an ein vergessenes Kapitel Görlitzer Geschichte und an ein außergewöhnliches musikalisches Geschenk: das „Quartett auf das Ende der Zeit“ von Olivier Messiaen. Es ist eines der bedeutendsten Musikstücke des 20. Jahrhunderts – auch weil es genau hier, im deutschen Kriegsgefangenenlager, vom französischen Komponisten und drei Mitgefangenen am 15. Januar 1941 uraufgeführt wurde. Seit 10 Jahren wird das Quartett immer am Jahrestag an diesem Ort gespielt, in diesem Jubiläumsjahr im Rahmen eines ganzen Festivalwochenendes. In mehreren Konzerten können sich Görlitzer-Zgorzelecer als auch Gäste aus der ganzen Welt dabei des Wunders der Musik und deren hoffnungsfroher Botschaft erfreuen.

 

Winterzeit – Museumszeit

Die Europastadt lebt durch das deutsch-polnische Flair und jetzt am Jahresanfang werden einige polnische Traditionen erlebbar – beispielsweise der Dreikönigsumzug am 6. Januar und der Großeltern-Enkel-Tag am 22. Januar 2017. Die Museen gewähren Großeltern-Enkel-Gespannen an diesem Tag freien Eintritt, aber natürlich lohnen sich auch Besuche an allen anderen kalten Wintertagen.

Große und kleine Museumsbesucher geraten ins Staunen beim Anblick des Puppenhauses im Barockhaus Neißstraße. Fast 10 Jahre wurde mit viel Liebe zum Detail an diesem Miniaturwohnhaus im Stil der Görlitzer Gründerzeit gearbeitet – alle Möbel, Einrichtungsgegenstände und die Dekoration sind handgemacht. Das Puppenhaus verfügt über 22 Zimmer, hat ein ausgebautes Dachgeschoss und mehrere Balkone. Neben Wohnräumen beherbergt es auch eine Backstube, eine Schneiderwerkstatt und ein Café.

Erinnerungen an die eigene Kindheit weckt auch die aktuelle Sonderausstellung „Erfahrung DDR“ im Kaisertrutz. Görlitzer stellten dem Kulturhistorischen Museum dafür ihre persönlichen Gegenstände zur Verfügung – verbunden mit einer persönlichen Geschichte. Die Leihgaben spiegeln die vielfältigen Erfahrungen der Görlitzer an das alltägliche Leben in Görlitz zu DDR-Zeiten wider.

Im Schlesischen Museum ist im Rahmen des Lutherjahres die Sonderausstellung „Kirchfahrer, Buschprediger, betende Kinder – 500 Jahre evangelisches Leben in Schlesien“ zu sehen. Die Ausstellung beleuchtet die wechselhafte Konfessionsgeschichte des Landes, das sich schon zeitig der Reformation öffnete.

Auf eine Reise durch die Weltmeere lädt das Senckenberg Museum für Naturkunde mit seiner beeindruckenden Schau von Unterwasserfotografien ein. Die Sonderausstellung „Mission Abora“ – ein Schilfboot, mit dem man den Atlantik überquerte – geht zudem ungelösten Rätseln aus der frühzeitlichen Seefahrt, Vegetationsgeografie und Archäologie nach.

 

Das sollten Sie nicht verpassen

 

Internationale MESSIAEN-Tage Görlitz-Zgorzelec
13. bis 15. Januar 2017
Europäisches Zentrum für Bildung und Kultur, Zgorzelec
Weitere Infos auf
www.festival-music-messiaen.net

 

Sonderausstellungen der Görlitzer Museen

Tipp: Großeltern-Enkel-Tag am 22. Januar 2017

Kulturhistorisches Museum

Puppenhaus des Herrn Kurt Franke
im Barockhaus Neißstraße 30
bis 26. Februar 2017
www.museum-goerlitz.de/ein-puppenhaus-im-barockhaus

„Erfahrung DDR“
im Kaisertrutz
bis 03. April 2017
http://erfahrung-ddr.de


Schlesisches Museum
„Kirchfahrer, Buschprediger, betende Kinder –
500 Jahre evangelisches Leben in Schlesien“
bis 12. März 2017
www.schlesisches-museum.de

 

Senckenberg Museum für Naturkunde
„Kamera Louis Boutan – Leben unter Wasser 2016“
bis 12. April 2017
„Mission ABORA – Globaler Verkehr in der Steinzeit“
28. Januar bis 30. April 2017

www.senckenberg.de

 

 

Neu: Stadtführung „Liebesgeflüster“
Aktuelle Termine:
Samstag, 11.02.2017 ab 11.00 Uhr
Valentinstag, 14.02.2017 ab 16.00 Uhr

Weitere Informationen

 

Sakrales Görlitz
Peterskirche
Orgel.Punkt12
dienstags, donnerstags und sonntags um 12 Uhr
www.sonnenorgel.de

Heiliges Grab
Montag – Samstag 10:00 - 16:00 Uhr
Sonntag und an Feiertagen 11:00 - 16:00 Uhr
Führungen mit Voranmeldung
www.heiligesgrab-goerlitz.de

 

Wintersport und Skigebiete
Polen, u.a. Szklarska Poręba (Schreiberhau) und Świeradów-Zdrój (Bad Flinsberg)
www.skisun.pl

Tschechien, u.a. Ještěd (Jeschken)
www.czechtourism.com/de/s/jested-sports-area

Zittauer Gebirge
www.zittauergebirge-info.de

Eishalle in Łagów (nahe Zgorzelec)
www.crtradomierzyce.pl/de/los-lagow

Liebesgrüße aus Görlitz

Eine gute Empfehlung zum Aufwärmen bei frostigen Temperaturen sind stets die Altstadt-Restaurants mit ihren historischen Gewölbekellern. Frische Kräfte spendet die traditionelle schlesische Küche in Görlitz und der polnischen Schwesterstadt Zgorzelec. Spezialitäten wie das "Schlesische Himmelreich", das Kassler mit Backobst und Klößen kombiniert, oder die süßen "Mohnpiele", feine Mohnküchlein mit Eierlikör, sollte man in jedem Fall kosten. Die Görlitzer Liebesperlen sind darüber hinaus ein köstliches Mitbringsel, das nicht nur zum Valentinstag die Herzen von verliebten Naschkatzen höher schlagen lässt. 

Auf liebenswerte und legendenhafte Art lässt sich Görlitz bei der neuen Stadtführung „Liebesgeflüster“ erkunden. Begehren, Mord und Leidenschaft – alles, was sonst gern zum Thema der Liebe aus der Görlitzer Stadtgeschichte verschwiegen wird, erfährt man bei dem Bummel durch die malerische Görlitzer Altstadt.

 

Sakrale Schätze entdecken

Eins der Wahrzeichen von Görlitz ist die imposante Peterskirche, die mit ihren beiden Türmen über die Stadt thront. Eine willkommene Ruhepause zum Innehalten ist das Orgelanspiel auf der berühmten Sonnenorgel – immer dienstags, donnerstags und sonntags um 12 Uhr kann man beim Orgel.Punkt12 lauschen.

Wer weitere sakrale Schätze in Görlitz entdecken möchte, dem empfiehlt sich ein Besuch des Heiligen Grabes, der wohl originalgetreuesten Nachbildung des Heiligen Grabes von Jerusalem und ein Zeugnis spätmittelalterlicher Frömmigkeit.

 

Wintersport in den nahen Gebirgen

Wer weiter über die Görlitzer Stadtgrenzen hinaus in die Natur möchte, dem sei ein Ausflug in die verschneiten Landschaften des Zittauer Gebirges, des Iser- und des Riesengebirges empfohlen – alles in weniger als einer Autostunde erreichbar. Skipisten, Skiwanderwege und Rodelbahnen freuen sich auf begeisterte Wintersportler. Aber es geht auch beschaulich: Auf den Wanderwegen eröffnen sich wunderbare Winterblicke auf diese einzigartige Naturlandschaft im Dreiländereck.

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Görlitz – ein Wintertraum

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